Stufen der Pflegebedürftigkeit

Definition der Pflegestufen nach dem § 15 SGB XI

Stufen der Pflegebedürftigkeit Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen. Welcher Pflegestufe ein Pflegebedürftiger zuzuordnen ist – und welcher Leistungsanspruch sich daraus ergibt, haben wir Ihnen im Folgenden aufgeschlüsselt.

Für die Gewährung von Pflegeleistungen nach diesem Gesetz sind pflegebedürftige Personen (§ 14 SGB XI) einer der folgenden drei Pflegestufen zuzuordnen:

  • Pflegebedürftige der Pflegestufe 1 (erheblich Pflegebedürftige)
    sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
  • Pflegebedürftige der Pflegestufe 2 (Schwerpflegebedürftige)
    sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschie denen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
  • Pflegebedürftige der Pflegestufe 3 (Schwerstpflegebedürftige)
    sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

Gewährung von Pflegeleistung nach dem Sozialgesetzbuch

Für die Gewährung von Pflegeleistungen nach § 43a SGB XI reicht die Feststellung, dass die Voraussetzungen der Pflegestufe I erfüllt sind. Der Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für die erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, muss wöchentlich im Tagesdurchschnitt bei der

  • Pflegestufe 1
    mindestens 90 Minuten betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen
  • Pflegestufe 2
    mindestens drei Stunden betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen,
  • Pflegestufe 3
    mindestens fünf Stunden betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen.
  • Pflegestufe 0
    Wer laut vorliegenden Kriterien keinen Anspruch auf die Pflegestufen hat, fällt unter den Personenkreis, der keinen “erheblichen” Hilfebedarf hat – landläufig auch “Pflegestufe 0″ genannt. Betreuungsgeld kann auch in der “Pflegestufe 0″ gezahlt werden, wenn verschiedene Kriterien auf den Antragsteller zutreffen.

Quelle: Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V.

Pflegeleistungen nach dem Sozialgesetzbuch

Geldleistungen

Wie viel Geld der jeweilige Pflegebedürftige erhält, hängt grundsätzlich davon ab, in welche Pflegestufe er kategorisiert wurde und wer den Patienten pflegt. So wird Pflegegeld bezahlt, wenn der Pflegebedürftige von Angehörigen oder anderen privaten Personen zu Hause gepflegt wird, etwa von einem Pflegedienst, was in den Bereich der Sachleistungen fällt. Eine Seniorenbetreuung kann auch mit zusätzlichem Personal (Haushaltshilfe oder Pflegekräfte) als Hilfe über das Pflegegeld finanziert werden. Stationäre Pflege wird für entsprechende stationäre Heimpflege bezahlt.

Sachleistungen

Mit Sachleistungen werden Dienstleistungen beschrieben, die von professionellen Pflegeeinrichtungen finanziert werden. Weil das erheblich teurer ist als private Unterstützungen, liegt das Budget der Sachleistungen erheblich über den Zahlen für das sogenannte Pflegegeld. Die Pflegekasse zahlt die Hilfeleistung direkt an die Pflegeeinrichtung. Wenn der Anspruch auf Sachleistungen nicht voll genutzt wird, kann dieser Überschuss anteilig als Pflegegeld ausgezahlt werden. Dieser Vorgang wird als Kombinationsleistung bezeichnet. Übersteigen die Kosten der pflegerischen Hilfen die Pflegeleistungen der Kassen müssen die Pflegebedürftigen für weitere Maßnahmen selber aufkommen. Können sie das nicht, ist es möglich, dass das Sozialamt die Person unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt.

Hilfeleistungen

Bei der Pflege von Menschen, die körperlich beeinträchtigt sind, werden verschiedene Hilfeleistungen definiert. So fällt unter diesen Bereich das Richten von Medikamenten und deren Verabreichung, beispielsweise das spritzen von Insulin bei Diabetikern, oder das messen der Vitalwerte. Aber nicht nur der medizinische Aspekt spielt in diesem Kontext eine Rolle, sondern auch Unterstützungen im häuslichen Bereich.

Pflegekräfte unterstützen den Patienten hier bei der Nahrungsbereitung, sprich das Essen mundgerecht zuzubereiten. Hierunter fallen auch Ambulante Pflegedienste wie „Essen auf Rädern“. Sonstige Hilfeleistungen fallen in den Bereich der Dinge, die im Alltag verrichtet werden müssen, die der Betroffene selber nicht mehr schafft. GGfs. können Haushaltshilfen für Handreichungen im Haushalt hinzugezogen werden.

Grundpflege

Unter dem umfangreichen Begriff der Grundpflege versteht man zweierlei Aspekte. Zum Einen sind das Hilfestellungen bei der Körperpflege. Hierunter fallen Dinge wie das Waschen, die Mundpflege, Kämmen, Rasieren und eine spezielle Lagerung des Patienten. Zum Anderen versteht man unter Grundpflege auch alltägliche Hilfeleistungen wie das Aufsuchen und Verlassen des Bettes, Hilfe bei Ausscheidungen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung, einfache Hilfe bei der Nahrungsaufnahme sowie das Verabreichen von Sondenkost

Pflegebedarf im Überblick

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